Aktuelles Programmheft
Kulturhaus Schwanen Spielzeit 2026/27
"Was bleibt, sind die Menschen"
»Komm leg dеin Herz in meine Hand
Der Weg ist weit bis Nimmerland
Wir sammeln, was man sammeln kann «
– Felix Meyer - „Leg dein Herz in meine Hand“ , live am 10. Okt 26 im Schwanen
Manches verändert sich schneller, als wir mitkommen: Programme, Formate, Trends, ganze Spielzeiten. Kolleg:innen wechseln, Künstler:innen ziehen weiter, Publikum kommt und geht – und mittendrin die Frage, was eigentlich bleibt, wenn so viel im Fluss ist. Nicht die Bühne, nicht das Plakat, nicht der Kalender – sondern die Menschen, die über Jahre dafür sorgen, dass aus einem Haus ein Ort wird, an dem man sich wiederfindet.
Genau das ist unsere Erfahrung im Schwanen – denn auch wir sind mehr als nur unser Programm. Wir sind die Summe aller Menschen, die unser Haus mitgestalten: im Foyer, hinter der Technik, im Maschinenraum, im Hintergrund, an der Kasse, auf der Bühne und genauso im Kurs- und Zuschauerraum. Denn Soziokulturarbeit ist Beziehungsarbeit, über Jahre, manchmal über Jahrzehnte.
Und dazu gehört manchmal auch das Loslassen können.
In diesem Herbst wird das für uns alle ganz konkret. Mit seiner Ausstellung verabschiedet sich Bertold Becker, der 23 ¾ Jahre lang das Kulturhaus Schwanen geprägt hat – hinter den Kulissen, im Alltag, als Möglichmacher, als Taktgeber und gute Seele des Hauses. Parallel dazu blieb er all die Jahre bildender Künstler. Seine Ausstellung „23 ¾" oder „Wo ist hier die Kellertür?" blickt auf genau diese Schaffenszeit zurück: eng mit dem Haus verbunden und zugleich weit darüber hinausweisend.
Danke, lieber Bertold, dass Du all die Jahre den Schwanen mit zu dem gemacht hast, was er heute ist – mit Deinen Ideen, Deinem Engagement, Deinen Erfahrungen und den zahllosen Stunden an Präsenz und Arbeit, die Du diesem Haus und damit uns allen geschenkt hast.
Und nicht zuletzt für den Gedanken, der heute zu diesem Text geführt hat: Was im Schwanen entsteht, entsteht durch Menschen – kreativ, geduldig, laut, leise, beharrlich. Ohne diese Menschen gibt es kein Schwanen. Das gilt für neue und langjährige Kolleg:innen, Künstler:innen, Kooperationspartner:innen, Ehrenamtliche, Workshop-Leiter:innen, Teilnehmer:innen und nicht zuletzt unser Publikum, das immer wiederkommt.
Die Organisation im Hintergrund schafft die Räume, die Kunst stellt Fragen, und die Gesellschaft gestaltet daraus gemeinsam Leben – am Ende sind es immer wieder einzelne Menschen, egal ob sie nur für einen Moment oder ein Vierteljahrhundert dabei sind, die aus all diesen Ideen und Gedanken einen konkreten Ort machen: einen Ort, an den man immer wieder gerne zurückkommt und von dem man gerne ein Teil wird.
Deshalb ist unser Herbst-Programm auch eine Einladung an Dich: Werde Teil vom Schwanen – für einen Abend, eine Veranstaltung oder mit Deiner eigenen Idee. Komm vorbei als Zuschauende:r, bring Dich ein als Ideengeber:in, als Helfende:r oder einfach als jemand, der wiederkommt.
Denn was bleibt und das Schwanen ausmacht, sind nicht die Veranstaltungen, die Plakate oder die Programmhefte – sondern Deine Impulse, Erlebnisse, Erfahrungen und unsere Erinnerungen an gemeinsame Abende, Projekte und Ideen.
Euer Stefan Kraft & das Schwanen-Team
PS: Übrigens betrifft die angespannte Haushaltslage der Stadt Waiblingen auch die Kulturarbeit im Schwanen – und damit die Möglichkeit, dass auch morgen noch Menschen wie Bertold hier ihren Platz finden können. Wer mag, unterstützt uns dabei mit unserer Kampagne „Ein Euro. Viel Schwanen." unter kulturhaus-schwanen.de/spenden oder per Überweisung an Stadt Waiblingen | DE 09 6025 0010 0000 2016 58 | Stichwort: „Spende Schwanen".
Alternativ Spende per Überweisung an
Stadt Waiblingen
DE 09 6025 0010 0000 2016 58
Stichwort: „Spende Schwanen"
Der Schwanen ist Bühne, Treffpunkt und Kulturort für Waiblingen und die Region.
Hier wird pro Jahr mit über 14'000 Menschen gesungen, diskutiert, getanzt, gelacht, ausprobiert und gemeinsam erlebt.Damit das trotz schwerer Haushaltslage so bleiben kann, bitten wir um Unterstützung: Wir wollen 14'000 € (also 1 € pro Besucher:in) an Spenden zur Unterstüzung des Waiblinger Haushalts und damit des Schwanen sammeln.
Wichtig: Jede Spende ist freiwillig, niemand ist verpflichtet.