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Chaim & Adolf

Ein Wirtshausstück des Theater Lindenhof (im Fidels Fritz)

Fidels Fritz und Kulturhaus Schwanen laden ein

Eine Begegnung im Gasthaus
Von Stefan Vögel

Chaim Eisenberg, Israeli mit deutschen Wurzeln, kommt zum wiederholten Mal zum Wandern ins Schwabenland. In dasselbe Dorf, in denselben Gasthof. Doch eines fehlt ihm in der Idylle: Ein adäquater Schachpartner. Laut Gastwirt Martin kommt dafür nur einer in Frage: der Bauer Adolf. Obwohl der Name bei Chaim Skepsis auslöst, lässt er sich auf die Schachpartie ein und Adolf entpuppt sich als kluger und schlagfertiger Partner mit Witz und Humor. Mit dem gemeinsamen Spiel, welches von Gastwirt Martin aufmerksam verfolgt wird, beginnt gleichzeitig eine Spurensuche in die Vergangenheit. Verbindet die beiden etwa mehr als die Liebe für Springer, Bauer und König?
Mit leichter, spielerischer Hand wird eine einzigartige Liebesgeschichte aus Hitlers Unrechtsstaat und den Wirren des Zweiten Weltkriegs erzählt, die bis heute wirkt und in welche die beiden Schachspieler durch ihre Vorfahren verwoben sind. Das witzige, spannungsreiche und versöhnliche Stück von Stefan Vögel wurde am Theater Lindenhof uraufgeführt.

Es spielen: Martin Olbertz, Franz Xaver Ott, Stefan Hallmayer
Regie: Franz Xaver Ott
Kostüme: Ilona Lenk
Musikalische Einstudierung: Markus Ege
Dauer: 90 min, keine Pause
 

Theater jenseits der Bühnen
"Mit unserem Projekt Theater jenseits der Bühnen möchten wir einen künstlerischen Beitrag zu einer lebendigen Auseinandersetzungskultur leisten. Indem wir Geschichte und Geschichten erzählen, indem wir Geschichte und Geschichten spielen, indem wir theatralische Figuren entwickeln und sie außerhalb des Theaters zu Wort kommen lassen. Wir wollen Begegnungen zwischen Menschen und Gruppierungen organisieren, die ohne dieses Projekt so nicht zustande kämen. Wir glauben daran, dass gerade in der Überwindung von Grenzen, in der Durchlässigkeit von Gruppen und Gruppierungen gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht und ein Sinn für das Gemeinsame und Respekt für das Verschiedene gebildet werden kann. Wir begreifen den gesellschaftlichen Wandel als einen kollektiven Lernprozess. Ausgelöst durch Schauspiel in verschiedensten Formaten, wollen wir einen Diskurs anregen. Wir wollen den klassischen Theaterkontext verlassen und das Spiel auf verschiedene Räume adaptieren. Anstatt Theater für das Stammpublikum, Theater für den Stammtisch." (Theater Lindenhof)

Gefördert im Rahmen des Sonderprogramms "Gesellschaftlicher Zusammenhalt", einem Förderprogramm des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.

Ausgezeichnet mit dem Monica-BleibtreuPreis 2019

Presse
Und freilich stehen sich da mit den beiden scharfsinnig argumentierenden Schachspielern Stefan Hallmayer als Adolf Oberhuber und dem Gastschauspie-ler Martin Olbertz als Chaim Eisenberg zwei Großmeister des Kammerspiels ge-genüber. Beide entwerfen ihre Charaktere ebenso scharf- wie tiefsinnig, kön-nen hier quasi in Paraderollen ihr schauspielerisches Können in die Waagschale werfen. Dem Theater Lindenhof ist mit dem kleinen Format „Chaim & Adolf“ ein großer Wurf gelungen. (Schwarzwäler Bote)

Stefan Hallmayer gerät mit seinem Oberhuber in so manche argumentatorische Zwickmühle. Er spielt ihn so elegant wie rustikal, als so feurigen wie schnell be-leidigten Hitzkopf, der, wenn ihm was nicht passt, schon auch mal das (unferti-ge) Schachspiel vom Tisch fegt oder gleich die Flucht ergreift. Aber Martin Ol-bertz, der seinen Chaim mit einem östlichen Akzentdeutsch versieht, steht ihm in Sachen Ausgefuchstheit und Reizbarkeit in Nichts nach. Und so entfaltet sich ein knackiger Schlagabtausch, bei dem jeder meint, er hätte den anderen intel-lektuell schon längst im Sack. Bis zum Schluss bleibt spannend, welche neue Wendung die Ahnenforschung noch nimmt und wer die Fäden eigentlich in der Hand hält. (Südwestpresse)
 

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Freitag, 27. November 2020 20:00 Uhr


Chaim & Adolf
Ein Wirtshausstück des Theater Lindenhof (im Fidels Fritz)


Kartenreservierungen ausschließlich über die Fritz-Bar: 0160 9564 1646 (ab 17.00 Uhr). Einen Vorverkauf gibt es für diese Veranstaltung nicht (ausgenommen Vorverkäufe bis zum 14.10.). Die Tische und Stühle im Fritz bleiben während der Theatervorstellung so stehen, wie sie (der Coronaprävention entsprechend) während des normalen Gastrobetriebs platziert sind. Die Theaterbesucher können sich über die obige Telefonnummer an die Tische einbuchen. Einfach anrufen!

Eintritt:
12.- / erm. 9.-


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