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Prof. Wolfgang Benz (Berlin)

Die Angst vor dem Fremden. Judenhass, Islamfeindlichkeit und andere Ressentiments gegen Minderheiten

Bürgerkriegsflüchtlingen und Zuwanderern verschiedener ethnischer Herkunft wird oft unterstellt, sie kämen nur deshalb nach Deutschland, um das Sozialsystem zu plündern. Der Mechanismus der Ausgrenzung von Minderheiten durch die Gesellschaft, die die Mehrheit bildet, ist uralt und wesensimmanent. Es geht nicht um Verhalten, Eigenschaften oder Charakter der Angehörigen irgendeiner Minderheit, sondern darum, durch Feindbilder die eigene Identität zu stärken.

Die schlechten Eigenschaften und die bösen Absichten werden den "Fremden" zugeschrieben, damit man sie als Feinde definieren kann. So geschah es aus religiösen, sozialen und dann aus "rassischen" Gründen den Juden seit Jahrhunderten. Sinti und Roma sind eine andere traditionell stigmatisierte Minderheit, die aktuell als Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien ins Rampenlicht geraten sind.

Vor allem Muslime werden als fremd und gefährlich denunziert. Die Ausgrenzungsmuster werden im Vergleich der Judenfeindschaft mit der "Islamkritik" deutlich.

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Dienstag, 17. November 2015 20:00 Uhr


Prof. Wolfgang Benz (Berlin)
Die Angst vor dem Fremden. Judenhass, Islamfeindlichkeit und andere Ressentiments gegen Minderheiten


Eintritt:
5 Euro / ermäßigt 2.- (im Rahmen einer Fortbildung ist der Eintritt frei)

Karten:
Abendkasse

Reservierung Abendkasse:
07151-5001 1674


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