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Sebastian Krämer

Tüpfelhyänen - Die Entmachtung des Üblichen

Ein literarisches Konzert von und mit Sebastian Kra?mer

So mu?ssen Protestsongs: Scharfsinnig, witzig, tiefgru?ndig, schmissig. Und so versponnen, dass erst nach einer Weile deutlich wird, wogegen sich der Protest eigentlich richtet: na?mlich gegen alle Erscheinungsformen von Phantasielosigkeit und Fremdbestimmung.

Freiheit ist nichts fu?r zwischendurch und die Feierabende. Wo es Kabarettisten bei launigen Bestandsaufnahmen, bei Beschwerden zur Stabilisierung ihres Anstoßes, bewenden lassen, macht Sebastian Kra?mer Vorschla?ge: Kinos von außen und Flohma?rkte nur noch bei Regen zu besuchen, sich in Fragen des Lebensstils ein Beispiel an den Tu?pfelhya?nen zu nehmen und in Fragen der Haltung an halbautomatischen Schallplattenspielern.

Über all dem schwebt der kategorische Imperativ in den Zeiten des Kapitalismus: "Handle stets so, das du zugleich gutheißen könntest, fu?r die selbe Ta?tigkeit nicht entlohnt zu werden, sondern im selben Umfang zahlen zu mu?ssen, um sie ausfu?hren zu du?rfen."

Wer Kra?mer nicht kennt, der weiß vielleicht gar nicht, dass das gleichzeitig geht: Musik, die beru?hrt und u?berrascht und Texte von eindringlicher Geschliffenheit, die ganze Romane in wenigen Minuten erza?hlen, eine Kleinigkeit voll Humor zum Leuchten bringen, oder uns in Abgru?nde des Schreckens oder der Sehnsucht reisen. Dazu eine einfu?hlsam filigrane Stimme, die die oft schonungslosen Scherze lapidar u?berspielt, um den Feinheiten nachzuspu?ren.

Doch doch, lachen werden Sie an einem Abend mit Sebastian Kra?mer auch. Sogar sta?ndig. Aber Sie werden am Ende nicht der Meinung sein, das es sich dabei um den entscheidenden Ertrag handelt.

"In diesen Kra?merschen Chansons, die zuru?ckgreifen auf die Kunst Friedrich Holla?nders, Christian Morgensterns oder Georg Kreislers und doch sprachlich wie inhaltlich fest mit beiden Beinen der Gegenwart auf Köpfen und Fu?ßen herumtanzen, gehen Witz, Geist und Ernst eine selten leichtflu?gelige Liaison ein. Viele seiner hellen Hintersinnigkeiten und sprachlichen Liebkosungen mochte man in einer mit Samt ausgeschlagenen Schmuckschatulle aufbewahren, um mit dem Glanz ihrer Wahr- und Schonheiten an besonders finsteren Tagen wenigstens etwas Licht ins Dunkel zu bringen." (Kieler Nachrichten)

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Freitag, 24. April 2015 20:00 Uhr


Sebastian Krämer
Tüpfelhyänen - Die Entmachtung des Üblichen



Eintritt:
VVK 19.70 / erm. 17.50 (inkl. Geb.)
AK 20.- / erm. 18.-

Karten:
online (s.u.) und an den üblichen VVK-Stellen (reservix)


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