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Götz Aly

Unser Kampf. 1968 - ein irritierter Blick zurück

 

Veranstalter: Kulturhaus Schwanen, Siegfried Bayer und Haus der Stadtgeschichte Waiblingen

Lesung und Diskussion sind ein erster Beitrag der Veranstaltungsreihe "Glanz und Elend der 68er".

Utopismus, Revolutionsseligkeit, die individuelle Veränderungs- und Aufstiegswut, die Lust an der tabula rasa - all dies waren Triebkräfte der 68er, die zugleich, wie Götz Aly in seinem Buch zeigt, ihre Anknüpfungspunkte in den Aktivitäten und in der Weltanschauung der »Generation Kübelwagen« fanden. Götz Aly sieht daher die 68er-»Bewegung « als Spätausläufer des Totalitarismus. So gerät Alys Rückblick zu einem irritierten - weit entfernt von nachträglicher Beschönigung. Für das Buch sichtete er noch nie benutzte Akten des Bundeskanzleramts, des Innenministeriums und des Verfassungsschutzes.

Die 68er waren ihren Vätern näher, als es ihnen heute lieb sein kann. Götz Aly wurde 1947 in Heidelberg geboren, besuchte die Deutsche Journalistenschule und studierte 1969 bis 1971 Politische Wissenschaft und Geschichte in Berlin. Dort gab er später die Zeitung »Hochschulkampf« heraus und wurde anschließend für zwei Jahre Mitglied der »Roten Hilfe Westberlin«. Als Journalist arbeitete er bei der taz (in deren Anfangsjahren) und bei der Berliner Zeitung. Er lehrte u.a. am Fritz Bauer Institut der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a.M. und lebt heute als freier Autor und Forscher in Berlin.

Aly publiziert seit 25 Jahren, in besondere zum Nationalsozialismus. Großes Aufsehen erregte er u.a. mit den Büchern »›Endlösung‹. Völkerverschiebung und der Mord an den europäischen Juden«, »Hitlers Volksstaat. Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus« und »Fromms. Wie der jüdische Kondomfabrikant Julius F. unter die deutschen Räuber fiel« (zus. mit Michael Sontheimer). Götz Aly gilt als einer der elegantesten und inhaltlich fundiertesten Schreiber unter den deutschen Historikern und ist wegen seiner Unabhängigkeit von Netzwerken und Denkschulen geschätzt und gefürchtet. Er erhielt 2002 den Heinrich-Mann-Preis für Essayistik und 2003 den Marion-Samuel-Preis. 2007 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

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Freitag, 20. April 2018 20:00 Uhr


Götz Aly
Unser Kampf. 1968 - ein irritierter Blick zurück


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